Korrektur von abstehenden Ohrmuscheln

Die Ohrenkorrektur soll das Aussehen der Ohren verbessern. Bei diesem Eingriff werden die Ohrmuscheln entsprechend gerichtet und eventuell auch Elemente der Knorpels modelliert. Man darf dabei die Ohrmuschel verkleinern, sowie ihre Form und Neigungswinkel zum Kopf ändern.

Vor dem Eingriff

Notwendige Konditionen für diesen Eingriff sind ein guter, allgemeiner gesundheitlicher Zustand und korrekte Werte von grundlegenden Labortests: Blutungszeit, Morphologie, Gerinnungsindikatoren APTT und INR. Kontraindikationen gegen den Eingriff sind: Anämie, Gefäßdefekte, unkontrollierte Hypertonie, Diabetes, Nebenhöhlenentzündung, Schwangerschaft.

Verlauf des Eingriffes

Bei dem Eingriff wird der Neigungswinkel zwischen der Ohrmuschel und dem Schädel reduziert und die Widerherstellung der ursprünglichen anatomischen Form durchgeführt. Aus einem Schnitt hinter der Ohrmuschel entnimmt man überflüssige Haut, der Knorpel wird mit Nähten modelliert und in der gewählten Position befestigt. Manchmal muss man einen Teil des Knorpels ausschneiden. Der Knorpel kann nicht wieder zusammenwachsen, deshalb werden seine Teile wieder mit Hilfe von Nähten verbunden. Die Haut wird mit dezenten Nähten geschlossen. Der Eingriff wird meistens unter lokaler Anästhesie durchgeführt und der Patient darf die Klinik nach dem Eingriff verlassen. Eine Ausnahme sind Kinder, bei denen der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird und der Patient muss die nächsten Stunden in der Klinik bleiben. Der Eingriff dauert ungefähr 60 Minuten.

Postoperativer Verlauf

Nach dem Eingriff kann man von Schmerzlichkeit, Schwellungen, Hautrötungen und manchmal kleinen Blutungen aus den Wunden betroffen sein. Man benötigt orale Schmerzmittel. Postoperative Nähte und Verbände werden am zehnten Tag nach den Eingriff entfernt. Für mehrere Wochen sollte man die Ohren vor Verletzungen, Überhitzung oder Durchfrieren schützen. Nach dem Eingriff wird man im Bereich der Ohrmuschel eine Empfindungsschwäche bemerken. Für mindestens zwei Monate muss man mit einem Stirnband schlafen, was die Ohren vor zufälligen Verletzungen schützen soll.

Potentielle Komplikationen

Sporadisch können nach dem Eingriff folgende Komplikationen auftreten: Blutung, Infektion, hypertrophe Narbe (kann Behandlung mit Steroiden benötigen und in Extremfällen eine weitere Operation erzwingen).

 

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